Hallo ihr Lieben,
...der Sommer ist vorbei.
Nicht nur, dass es keine 30 Grad mehr hat, draußen regnet und ich langsam
überlegen muss, die Heizung mal wieder anzumachen. Ich habe auch Halsweh und
eine belegte Stimme (und rede mir selbst ein, dass das NICHT vom Feiern kommt,
sondern von der Kälte). Normalerweise ist September immer eine spannende Zeit:
ein neues Schuljahr oder Semester beginnt oder aber man kommt nach dem
Sommerurlaub zurück in die Arbeit. Bei mir ist das dieses Jahr irgendwie
anders: mit der Uni bin ich zumindest von den Unterrichten her fertig, habe
aber noch bis Februar Zeit, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Gleichzeitig
arbeite ich, um möglichst viel Geld anzusparen. Denn wenn ich endlich fertig
bin, will ich unbedingt eine längere Reise machen. Ich sage deswegen bewusst
nicht „Weltreise“, weil ich nicht glaube, dass ich innerhalb von ein paar
Monaten alles sehen könnte, was die Welt zu bieten hat. Aber zumindest ein paar
Orte habe ich mir vorgenommen. ;)
Und in diesem Zwischending
zwischen Studium und Arbeitsleben habe gemerkt: es ist ein echt seltsames
Gefühl, wenn man in seinen Zwanzigern ist und auf einmal Dinge wissen sollte,
die man als Erwachsener braucht (Steuern, Miete, Zinsen, Krankenkassenbeiträge
und so weiter...) aber sich gleichzeitig auch irgendwie mehr dafür
interessiert, in welcher Bar die Drinks am besten gemischt werden. Praktisch
allen meinen Freunden geht es so, egal ob sie noch studieren oder schon ihr
erstes Geld verdienen. Jemand meinte vor Kurzem zu mir, dass „erwachsen werden“
ein bisschen so ist, als würde man versuchen, ein kompliziertes Spiel zu
spielen von dem man nie die Anleitung gelesen hat. Ich fand das irgendwie
passend.
Es stimmt jedenfalls, dass
man sich als Schüler erst mal keine Sorgen darum machen muss, wie man die
nächsten paar Jahre so verbringt. Je näher es rückt, je mehr Sorgen macht man
sich dann irgendwann ums Abitur. Aber ganz ehrlich: was man danach macht,
überlegt man sich nicht wirklich bis es soweit ist, oder? Die ganzen Kids, die
jetzt zurück in die Schule müssen, bekommen also von mir also kein Mitleid.
Andererseits kann ich
jetzt ohne Angst vor der Frage nach meinem Ausweis Gin kaufen und abends
solange wach bleiben und Horrorfilme schauen, wie ich will. Ich kann mich
entscheiden, morgen meinen Job an den Nagel zu hängen und nach Kanada
auszuwandern. Oder ich kann mir einfach so eine Packung Ben&Jerry´s kaufen.
Und auch wenn ich von vielen Sachen absolut keine Ahnung habe: das ist doch auch
schon mal was...
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