Montag, 7. September 2015

Schule/Studium/Arbeitswelt


Hallo ihr Lieben,

...der Sommer ist vorbei. Nicht nur, dass es keine 30 Grad mehr hat, draußen regnet und ich langsam überlegen muss, die Heizung mal wieder anzumachen. Ich habe auch Halsweh und eine belegte Stimme (und rede mir selbst ein, dass das NICHT vom Feiern kommt, sondern von der Kälte). Normalerweise ist September immer eine spannende Zeit: ein neues Schuljahr oder Semester beginnt oder aber man kommt nach dem Sommerurlaub zurück in die Arbeit. Bei mir ist das dieses Jahr irgendwie anders: mit der Uni bin ich zumindest von den Unterrichten her fertig, habe aber noch bis Februar Zeit, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Gleichzeitig arbeite ich, um möglichst viel Geld anzusparen. Denn wenn ich endlich fertig bin, will ich unbedingt eine längere Reise machen. Ich sage deswegen bewusst nicht „Weltreise“, weil ich nicht glaube, dass ich innerhalb von ein paar Monaten alles sehen könnte, was die Welt zu bieten hat. Aber zumindest ein paar Orte habe ich mir vorgenommen. ;)

Und in diesem Zwischending zwischen Studium und Arbeitsleben habe gemerkt: es ist ein echt seltsames Gefühl, wenn man in seinen Zwanzigern ist und auf einmal Dinge wissen sollte, die man als Erwachsener braucht (Steuern, Miete, Zinsen, Krankenkassenbeiträge und so weiter...) aber sich gleichzeitig auch irgendwie mehr dafür interessiert, in welcher Bar die Drinks am besten gemischt werden. Praktisch allen meinen Freunden geht es so, egal ob sie noch studieren oder schon ihr erstes Geld verdienen. Jemand meinte vor Kurzem zu mir, dass „erwachsen werden“ ein bisschen so ist, als würde man versuchen, ein kompliziertes Spiel zu spielen von dem man nie die Anleitung gelesen hat. Ich fand das irgendwie passend.

Es stimmt jedenfalls, dass man sich als Schüler erst mal keine Sorgen darum machen muss, wie man die nächsten paar Jahre so verbringt. Je näher es rückt, je mehr Sorgen macht man sich dann irgendwann ums Abitur. Aber ganz ehrlich: was man danach macht, überlegt man sich nicht wirklich bis es soweit ist, oder? Die ganzen Kids, die jetzt zurück in die Schule müssen, bekommen also von mir also kein Mitleid.

Andererseits kann ich jetzt ohne Angst vor der Frage nach meinem Ausweis Gin kaufen und abends solange wach bleiben und Horrorfilme schauen, wie ich will. Ich kann mich entscheiden, morgen meinen Job an den Nagel zu hängen und nach Kanada auszuwandern. Oder ich kann mir einfach so eine Packung Ben&Jerry´s kaufen. Und auch wenn ich von vielen Sachen absolut keine Ahnung habe: das ist doch auch schon mal was... 
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