Dienstag, 15. September 2015

Wochenende in Paris



Hallo Ihr Lieben,

ich liebe Paris – es ist eine wunderschöne Stadt und immer eine sechsstündige Zugfahrt wert. Und weil unser geplanter Urlaub im Oktober ins Wasser gefallen ist, haben meine Mama und ich uns letztes Wochenende genau das gegönnt.

Als wir am Donnerstag Abend müde und hungrig von der langen Reise ankamen, checken wir schnell in unser Hotel ein und machten uns dann erst einmal auf ins Restaurant, um in Ruhe anzukommen mit Wein und Abendessen. Danach ging es in eine Bar in der Nähe unseres Hotels, aber als meine Mutter aber fast über ihrem Whiskey Sour eingeschlafen ist, haben wir uns dann doch für unser gemütliches Hotelbett entschieden. Wohlgemerkt: sechs Stockwerke in High Heels und einem leicht wankelnden Zustand hochzulaufen ist nicht gerade empfehlenswert.


   
Der Freitag hat uns mit strahlendem Sonnenschein empfangen und ich habe erst einmal ein bisschen die Sonne auf dem Balkon mit Blick auf die Kirche Saint Sulpice genossen. Zum Frühstück waren wir im bekannten Café de Flore, einem der besten Orte, um Menschen zu beobachten und sich Geschichten zu ihrem Leben auszudenken während man Croissants isst. Direkt daneben gibt es einen kleinen Buchladen, den ich jedes Mal besuche, wenn ich in Paris bin und der auch englische Literatur, Notebooks und Postkarten verkauft. Da wir in meiner Lieblingsgegend St Germain wohnten, mussten wir NATÜRLICH auch in ein paar der kleinen Boutiquen rund um unser Hotel gehen und dort unser Geld lassen. ;)


Als nächstes ging es ins Marais Viertel, ein weiterer Favorit von mir. Dort ist besonders die jüdische Gegend zu empfehlen, wo wir die besten Falafel gegessen haben und es jede Menge duftende Bäckereien gibt. Danach ging es auf die Rue de Rivoli zum teuersten Aperol Spritz meines Lebens (13,50, kein Witz!) und auf Shoppingtour. Wir haben es gerade noch geschafft, bei den Pyramiden des Louvre in ein Taxi zu springen, da fing auch schon der Regen an. Abendessen und Drinks gab es an diesem Abend im Künstlerviertel Montparnasse, wo die Stimmung ausgelassen ist und einem überall Neonschilder entgegen blinken.

 

 
Unseren pariser Samstag kann man eigentlich in einem Wort sehr gut beschreiben: Regen. Trotzdem wollte ich unbedingt auf den „Marche des Enfants Rouges“ gehen, auf dem es Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern, Kaffee und wunderschöne Blumen gab. 
 

 
 
Trotz des Wetters beschlossen wir zu unserer nächsten Station zu laufen und fanden auf dem Weg die im Hinterhof versteckte „Galerie Perrotin“. Dort fand gerade eine Ausstellung "DECADE. Portrait d'une génération." des Künstlers JR statt, die uns beide sehr beeindruckt hat und definitiv ein Highlight unseres Trips war. Durch den Regen ging es weiter in die „Maison Européenne de la Photographie“ zu einer Modeausstellung des Designers Lanvin.



 
Nachdem wir uns im Kaufhaus La Fayette durch die Touristenmassen gedrängt und uns danach bei einer typisch französischen Zwiebelsuppe aufgewärmt hatten (der Regen war wirklich schlimm!) liefen wir zu Fuß von der Oper nachhause. Diesmal allerdings mit weniger Glück, denn als wir im Hotel ankamen waren wir beide klitschnass vom Regen, der mittlerweile in Kübeln vom Himmel kam. Nachdem wir Haare, Jacken und so ziemlich alles andere trocken geföhnt hatten, machten wir eine kleine Bartour, bei der wir unter anderem in einer Geheimbar meinen Lieblingsgin (Monkey 47) tranken und den englisch inspirierten „Prescription Cocktail Club“ besuchten.

 

An unserem letzten Tag frühstückten wir im „Eggs&Co.“ und schlenderten noch ein wenig durch die Galerie Vivienne, bevor es zum Bahnhof zurück ging und wir unsere Heimreise antraten.

Jedes Mal, wenn ich in Paris bin habe ich das Gefühl, ich müsste jetzt sofort alles stehen und liegen lassen, in ein kleines Apartment in St Germain ziehen und dort anfangen Rotwein zu trinken und Hemigway zu zitieren. Diese Stadt hat einfach das gewisse Etwas und ist - abgesehen von London – wohl meine liebste Stadt auf der Welt.






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