Hallo Ihr Lieben,
ich liebe Paris – es ist
eine wunderschöne Stadt und immer eine sechsstündige Zugfahrt wert. Und weil
unser geplanter Urlaub im Oktober ins Wasser gefallen ist, haben meine Mama und
ich uns letztes Wochenende genau das gegönnt.
Als wir am Donnerstag
Abend müde und hungrig von der langen Reise ankamen, checken wir schnell in
unser Hotel ein und machten uns dann erst einmal auf ins Restaurant, um in Ruhe
anzukommen mit Wein und Abendessen. Danach ging es in eine Bar in der Nähe
unseres Hotels, aber als meine Mutter aber fast über ihrem Whiskey Sour
eingeschlafen ist, haben wir uns dann doch für unser gemütliches Hotelbett
entschieden. Wohlgemerkt: sechs Stockwerke in High Heels und einem leicht wankelnden
Zustand hochzulaufen ist nicht gerade empfehlenswert.
Der Freitag hat uns mit
strahlendem Sonnenschein empfangen und ich habe erst einmal ein bisschen die
Sonne auf dem Balkon mit Blick auf die Kirche Saint Sulpice genossen. Zum
Frühstück waren wir im bekannten Café de Flore, einem der besten Orte, um
Menschen zu beobachten und sich Geschichten zu ihrem Leben auszudenken während
man Croissants isst. Direkt daneben gibt es einen kleinen Buchladen, den ich
jedes Mal besuche, wenn ich in Paris bin und der auch englische Literatur,
Notebooks und Postkarten verkauft. Da wir in meiner Lieblingsgegend St Germain
wohnten, mussten wir NATÜRLICH auch in ein paar der kleinen Boutiquen rund um
unser Hotel gehen und dort unser Geld lassen. ;)
Als nächstes ging es ins
Marais Viertel, ein weiterer Favorit von mir. Dort ist besonders die jüdische
Gegend zu empfehlen, wo wir die besten Falafel gegessen haben und es jede Menge
duftende Bäckereien gibt. Danach ging es auf die Rue de Rivoli zum teuersten
Aperol Spritz meines Lebens (13,50, kein Witz!) und auf Shoppingtour. Wir haben
es gerade noch geschafft, bei den Pyramiden des Louvre in ein Taxi zu springen,
da fing auch schon der Regen an. Abendessen und Drinks gab es an diesem Abend
im Künstlerviertel Montparnasse, wo die
Stimmung ausgelassen ist und einem überall Neonschilder entgegen blinken.
Unseren pariser Samstag
kann man eigentlich in einem Wort sehr gut beschreiben: Regen. Trotzdem wollte
ich unbedingt auf den „Marche des Enfants Rouges“ gehen, auf dem es
Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern, Kaffee und wunderschöne Blumen gab.
Trotz des Wetters beschlossen wir zu unserer nächsten Station zu laufen und fanden auf dem Weg die im Hinterhof versteckte „Galerie Perrotin“. Dort fand gerade eine Ausstellung "DECADE. Portrait d'une génération." des Künstlers JR statt, die uns beide sehr beeindruckt hat und definitiv ein Highlight unseres Trips war. Durch den Regen ging es weiter in die „Maison Européenne de la Photographie“ zu einer Modeausstellung des Designers Lanvin.
Nachdem wir uns
im Kaufhaus La Fayette durch die Touristenmassen gedrängt und uns danach bei
einer typisch französischen Zwiebelsuppe aufgewärmt hatten (der Regen war
wirklich schlimm!) liefen wir zu Fuß von der Oper nachhause. Diesmal allerdings
mit weniger Glück, denn als wir im Hotel ankamen waren wir beide klitschnass
vom Regen, der mittlerweile in Kübeln vom Himmel kam. Nachdem wir Haare, Jacken
und so ziemlich alles andere trocken geföhnt hatten, machten wir eine kleine
Bartour, bei der wir unter anderem in einer Geheimbar meinen Lieblingsgin (Monkey
47) tranken und den englisch inspirierten „Prescription Cocktail Club“
besuchten.
An unserem letzten Tag frühstückten wir im „Eggs&Co.“
und schlenderten noch ein wenig durch die Galerie Vivienne, bevor es zum
Bahnhof zurück ging und wir unsere Heimreise antraten.
Jedes Mal, wenn ich in Paris bin habe ich das Gefühl, ich
müsste jetzt sofort alles stehen und liegen lassen, in ein kleines Apartment in
St Germain ziehen und dort anfangen Rotwein zu trinken und Hemigway zu zitieren.
Diese Stadt hat einfach das gewisse Etwas und ist - abgesehen von London – wohl
meine liebste Stadt auf der Welt.











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