Hallo ihr Lieben,
ich will es zwar nicht
wahr haben, aber meine Studienzeit neigt sich langsam wirklich dem Ende zu. Die
letzten Jahre waren definitiv spannend und auch wenn mich das ein oder andere
Assingment zum Verzweifeln gebracht hat (looking at you, Businessplan!), merke
ich langsam, dass das Ganze wirklich etwas gebracht hat. Aber die
wichtigsten Dinge, die ich in meiner Zeit als Studentin gelernt habe, sind
diese hier:
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egal, wie viel
früher man versucht anzufangen, es funktioniert nicht. Erst der Stress kurz vor
dem Abgabetermin macht wirklich produktiv. (Natürlich gibt es immer wieder
Menschen, die sich irgendwie schon Monate vorher organisiert haben.
Angeblich. Ich kenne keinen von denen.)
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ich wusste vor
dem Studium genauso viel/wenig darüber, wie man eine überzeugende Bewerbung
schreibt, wie jetzt.
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das man –
anders als zu Schulzeiten – nicht wirklich gezwungen wird, anwesend zu sein,
ist zwar zunächst toll: an Kater-Tagen kann man mal ein Auge zudrücken und
zuhause bleiben. Auf lange Sicht ist man allerdings aber auch selbst schuld,
wenn man zu viel Unterrichtsstoff verpasst
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bei fast jeder
Prüfung und jedem Projekt denkt man am Anfang: „Das wird nie was!“ Und fragt
sich am Ende: „Wow, ok, wie hat das denn jetzt funktioniert?“
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Nichts
beschreibt kreatives Arbeiten so gut, wie diese beiden Bilder:
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Multiple
Choice Fragen kriegt man nach einem Durchlesen der Skripte eigentlich immer mit gezieltem Raten hin.
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Um eine
normale Doppelstunde zu überstehen, braucht der durchschnittliche Student bis
zu 3 Tassen Kaffee.
- man weiß, dass
die Stressphase anfängt, wenn alle um einen herum RedBull trinken.
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...und man
weiß, dass die Abgabetermine vorbei sind, wenn alle um einen herum Bier trinken.
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ganz egal, welche guten Vorsätze man sich macht: alles, was keine Note ergibt, wird halbherzig am Abend
davor erledigt. Außer das Thema ist wirklich, WIRKLICH interessant.
- man wird von allen verarscht, wenn man im Unterricht mitschreibt. Vor der Prüfung wollen sie aber dann alle die Mitschriften haben.
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die Person,
die als erste in einer praktischen Prüfung war, hat den anderen alle Infos zu
geben. Das ist einfach nur guter Ton.
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Nichts,
wirklich NICHTS ist so schlimm, wie man zunächst denkt.
- (außer diese
verdammten Zahlenpläne für den Businessplan. Die sind schlimmer, als man es
sich vorstellen kann. Ja, ich bin traumatisiert).
- den Dozent kurz vor einer Prüfung zu nerven, ist so ziemlich das dümmste, was man machen kann! (Wenn du am Tag davor wissen willst, was du eigentlich lernen
sollst, hast du höchstwahrscheinlich schon verloren.)
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das schöne an
kreativen Studiengängen ist, dass man die Freiheit hat, seine Projekte selbst
zu gestalten.
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das
schreckliche an kreativen Studiengängen ist, dass man die Freiheit hat, seine
Projekte selbst zu gestalten. (und nein, das war kein Schreibfehler!)
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neben dem
Studium zu arbeiten macht sich gut im Lebenslauf, erfordert aber einiges an
Disziplin. Andererseits kann man so das gelernte in die Tat umsetzen und
gleichzeitig die Bartouren finanzieren, um den Stress abzubauen.
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obwohl mich
alle in meinem Kurs dafür auf den Arm nehmen: das ein oder andere Glas Wein
hilft der Kreativität tatsächlich auf die Sprünge!
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manche Sachen,
die furchtbar langweilig klingen, machen eigentlich Spaß
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und einige Sachen,
die erst mal toll klingen, sind manchmal eigentlich furchtbar trocken und öde.
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im Sommer ist
die Uni eine Art Brutkasten, da selbst in den Räumen, in denen es Klimaanlagen
gibt, diese irgendwie immer kaputt oder überfordert sind. Das gilt
komischerweise für wirklich jede Uni, die ich je betreten habe.
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Es ist
grundsätzlich immer besser nochmal nachzufragen, anstatt einfach mal irgendwas zu
machen.
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In den
Prüfungsphasen kann man als Student sein Sozialleben abschreiben. Das gleiche gilt für die
letzten zwei Wochen vor Abgabe eines Projektes.
- es gibt aber auch immer wieder Zeiten (etwa die Woche vor den Sommerferien), in
denen alle es langsam angehen und der Unterricht mit etwas Glück nach draußen
verlegt wird (das klappt natürlich nicht in einem LMU Hörsaal mit 400
Studenten)
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Irgendwann
kommt der Moment, in dem man über ein Thema seines Studiengangs fachsimpelt und
Freunde und Familie kein Wort mehr verstehen.
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das ist dann
auch der Moment, in dem man mit der Klugscheißerei aufhören sollte und am
besten mit jemanden aus dem gleichen Fach über deren Ignoranz lästert, dem es genauso geht.
- generell
werden Freunde, die etwas Ähnliches studieren oder studiert haben, für diese
Themen zu den engsten Verbündeten.
- und jeder, der
schon eine Bachelorarbeit geschrieben hat, wird im letzten Semester belagert
und um Hilfe gebeten.
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als Student
sollte man sich immer irgendwen suchen, der Facharbeiten und Texte Korrektur
liest. Wenn deine Mutter dein Geschwafel versteht, wird es dein Dozent vermutlich
auch.
- diesen Trick mit
der Schriftgröße und dem Zeilenabstand kennt wirklich jeder. Und er wird einem
nicht helfen.
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Vergiss um
Gottes Willen keine Seitenzahlen!
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Wenn man etwas so richtig in den Sand setzt, gibt es immer irgendeine Lösung. Bloß
nicht verzweifeln.
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Als Student
ist man sowas, wie ein Teilzeit-Alkoholiker. Das ist völlig normal.
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Irgendwie
denken Eltern immer, dass wir Studenten den ganzen Tag NICHTS tun. Liegt das
daran, dass es zu ihrer Zeit wirklich so war?
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Wenn man so etwas
wie „Cross-Media Production &Publishing“ studiert, sollte man nicht versuchen, einem
entfernten Verwandten oder einer Freundin seiner Mutter zu erklären "was das ist". Man murmelt am besteen einfach etwas wie „Journalismus...“ und
wechselt dann so schnell wie möglich das Thema.
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Das hier gilt
nur für den Medienbereich: wenn du im Kino oder vor dem Fernseher einfach über
die abgrundtief schlechten Werbespots lästern MUSST, versuche zu verstehen,
dass das die meisten Menschen überhaupt nicht interessiert.
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Und am allerwichigsten:
egal, wie oft du über dein Studium jammerst, genieße es. Spätestens wenn du
anfängst zu arbeiten, wirst du es vermissen!
Wow, irgendwie ist das doch mehr geworden, als ich dachte.
Wow, irgendwie ist das doch mehr geworden, als ich dachte.


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