Dienstag, 1. Dezember 2015

Studenten-Weisheiten


Hallo ihr Lieben,

ich will es zwar nicht wahr haben, aber meine Studienzeit neigt sich langsam wirklich dem Ende zu. Die letzten Jahre waren definitiv spannend und auch wenn mich das ein oder andere Assingment zum Verzweifeln gebracht hat (looking at you, Businessplan!), merke ich langsam, dass das Ganze wirklich etwas gebracht hat. Aber die wichtigsten Dinge, die ich in meiner Zeit als Studentin gelernt habe, sind diese hier: 

-       egal, wie viel früher man versucht anzufangen, es funktioniert nicht. Erst der Stress kurz vor dem Abgabetermin macht wirklich produktiv. (Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die sich irgendwie schon Monate vorher organisiert haben. Angeblich. Ich kenne keinen von denen.)
-       ich wusste vor dem Studium genauso viel/wenig darüber, wie man eine überzeugende Bewerbung schreibt, wie jetzt.
-       das man – anders als zu Schulzeiten – nicht wirklich gezwungen wird, anwesend zu sein, ist zwar zunächst toll: an Kater-Tagen kann man mal ein Auge zudrücken und zuhause bleiben. Auf lange Sicht ist man allerdings aber auch selbst schuld, wenn man zu viel Unterrichtsstoff verpasst
-       bei fast jeder Prüfung und jedem Projekt denkt man am Anfang: „Das wird nie was!“ Und fragt sich am Ende: „Wow, ok, wie hat das denn jetzt funktioniert?“
-       Nichts beschreibt kreatives Arbeiten so gut, wie diese beiden Bilder:


 
-       Multiple Choice Fragen kriegt man nach einem Durchlesen der Skripte eigentlich immer mit gezieltem Raten hin.
-       Um eine normale Doppelstunde zu überstehen, braucht der durchschnittliche Student bis zu 3 Tassen Kaffee.
-       man weiß, dass die Stressphase anfängt, wenn alle um einen herum RedBull trinken.
-       ...und man weiß, dass die Abgabetermine vorbei sind, wenn alle um einen herum Bier trinken.
-       ganz egal, welche guten Vorsätze man sich macht: alles, was keine Note ergibt, wird halbherzig am Abend davor erledigt. Außer das Thema ist wirklich, WIRKLICH interessant.
-       man wird von allen verarscht, wenn man im Unterricht mitschreibt. Vor der Prüfung wollen sie aber dann alle die Mitschriften haben.
-       die Person, die als erste in einer praktischen Prüfung war, hat den anderen alle Infos zu geben. Das ist einfach nur guter Ton.
-       Nichts, wirklich NICHTS ist so schlimm, wie man zunächst denkt.
-       (außer diese verdammten Zahlenpläne für den Businessplan. Die sind schlimmer, als man es sich vorstellen kann. Ja, ich bin traumatisiert).
-       den Dozent kurz vor einer Prüfung zu nerven, ist so ziemlich das dümmste, was man machen kann! (Wenn du am Tag davor wissen willst, was du eigentlich lernen sollst, hast du höchstwahrscheinlich schon verloren.)
-       das schöne an kreativen Studiengängen ist, dass man die Freiheit hat, seine Projekte selbst zu gestalten.
-       das schreckliche an kreativen Studiengängen ist, dass man die Freiheit hat, seine Projekte selbst zu gestalten. (und nein, das war kein Schreibfehler!)
-       neben dem Studium zu arbeiten macht sich gut im Lebenslauf, erfordert aber einiges an Disziplin. Andererseits kann man so das gelernte in die Tat umsetzen und gleichzeitig die Bartouren finanzieren, um den Stress abzubauen.
-       obwohl mich alle in meinem Kurs dafür auf den Arm nehmen: das ein oder andere Glas Wein hilft der Kreativität tatsächlich auf die Sprünge!
-       manche Sachen, die furchtbar langweilig klingen, machen eigentlich Spaß
-       und einige Sachen, die erst mal toll klingen, sind manchmal eigentlich furchtbar trocken und öde.
-       im Sommer ist die Uni eine Art Brutkasten, da selbst in den Räumen, in denen es Klimaanlagen gibt, diese irgendwie immer kaputt oder überfordert sind. Das gilt komischerweise für wirklich jede Uni, die ich je betreten habe.
-       Es ist grundsätzlich immer besser nochmal nachzufragen, anstatt einfach mal irgendwas zu machen.
-       In den Prüfungsphasen kann man als Student sein Sozialleben abschreiben. Das gleiche gilt für die letzten zwei Wochen vor Abgabe eines Projektes.
-       es gibt aber auch immer wieder Zeiten (etwa die Woche vor den Sommerferien), in denen alle es langsam angehen und der Unterricht mit etwas Glück nach draußen verlegt wird (das klappt natürlich nicht in einem LMU Hörsaal mit 400 Studenten)
-       Irgendwann kommt der Moment, in dem man über ein Thema seines Studiengangs fachsimpelt und Freunde und Familie kein Wort mehr verstehen.
-       das ist dann auch der Moment, in dem man mit der Klugscheißerei aufhören sollte und am besten mit jemanden aus dem gleichen Fach über deren Ignoranz lästert, dem es genauso geht.
-       generell werden Freunde, die etwas Ähnliches studieren oder studiert haben, für diese Themen zu den engsten Verbündeten.
-       und jeder, der schon eine Bachelorarbeit geschrieben hat, wird im letzten Semester belagert und um Hilfe gebeten.
-       als Student sollte man sich immer irgendwen suchen, der Facharbeiten und Texte Korrektur liest. Wenn deine Mutter dein Geschwafel versteht, wird es dein Dozent vermutlich auch.
-       diesen Trick mit der Schriftgröße und dem Zeilenabstand kennt wirklich jeder. Und er wird einem nicht helfen.
-       Vergiss um Gottes Willen keine Seitenzahlen!
-       Wenn man etwas so richtig in den Sand setzt, gibt es immer irgendeine Lösung. Bloß nicht verzweifeln.
-       Als Student ist man sowas, wie ein Teilzeit-Alkoholiker. Das ist völlig normal.
-       Irgendwie denken Eltern immer, dass wir Studenten den ganzen Tag NICHTS tun. Liegt das daran, dass es zu ihrer Zeit wirklich so war?
-       Wenn man so etwas wie „Cross-Media Production &Publishing“ studiert, sollte man nicht versuchen, einem entfernten Verwandten oder einer Freundin seiner Mutter zu erklären "was das ist". Man murmelt am besteen einfach etwas wie „Journalismus...“ und wechselt dann so schnell wie möglich das Thema.
-       Das hier gilt nur für den Medienbereich: wenn du im Kino oder vor dem Fernseher einfach über die abgrundtief schlechten Werbespots lästern MUSST, versuche zu verstehen, dass das die meisten Menschen überhaupt nicht interessiert.
-       Und am allerwichigsten: egal, wie oft du über dein Studium jammerst, genieße es. Spätestens wenn du anfängst zu arbeiten, wirst du es vermissen!

Wow, irgendwie ist das doch mehr geworden, als ich dachte.





Filed Under :

0 Kommentare for "Studenten-Weisheiten"

Kommentar veröffentlichen

background